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Beschreibung des Quartiers

Mauerwald war in den Jahren 1941- 1944 ein einheitliches „ Städtchen“, das imstande war, alle Bedürfnisse seiner Einwohner zu versorgen. Es wurde von einem Wachbataillon geschützt. Die ganze Anlage umgaben Stacheldrahtverhaue. Alle 300 m standen bis heute erhaltene Betonmaste mit Scheinwerfen und Telefonen. Für Sicherheit sorgten 4 Wachposten (D, E, F, G auf der Karte), vor Luftangriffen schützen das Gelände Flakbatterien ( T ).

Außer den Bunkern erbaute man im Quartier mehrere Baracken, in denen Stab, Telefonleitung, Küchen, Kasinos, Post, Kino, Wohnungen, Krankenhaus, Sauna und Stall funktionierten. Die Bunker besitzen je nach dem Typ 2 bzw. 5 Räume, 2 oder 4 von innen verschließbaren Schussräumen, verfügen über ein Ventilationssystem. Es gibt noch heute Spuren nach Luftfiltern, Elektro-und Telefonleitung, Zentralheizung und Toiletten. Beide Eingänge aus dem Korridor besaßen verstärkte Stahltüren und gasdichte Türen. Die Außenwände wurden mit Hilfe von mit Beton verfestigtem Meeresgras und speziellem Moos so effektiv getarnt, dass die Bunker sogar heute nach 60 Jahren im Wald nur schwer von oben zu erkennen sind. Das Trinkwasser lieferte man aus dem Mauer See bis in den Bunker hinein, in dem sich Pumpen und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage befanden (7). Strom transportierte man zu einer Transformatorenstation (3,10). Dank Diesel-Stromaggregaten (12,23) konnte man der Strom, falls der ausfallen sollte, an Ort und Stelle erzeugen. Dank der Zentralheizung war es in Bunker warm (24,11).
Ein einzigartiges Objekt ist der in der Zone II, in der Nähe des Bahnhofs errichtete Bunker Nr.16, dessen Konstruktion erschließen lässt, wie man damals Luftschutzbunker baute .Es ist Ein 2-Raum-Bunker (V2), vorbereitet zum weiteren Ausbau, nach dem er die Größe von riesigen Luftschutzbunkern erreichen sollte. Umgeben ist der Bunker von einem Wassergraben aus Beton, auf seinem Dach stehen Betonmaste. Die ganze Konstruktion sollte mit einer riesigen „Betonmütze” bedacht werden, genauso wie man es mit Luftschutzbunkern Nr.5 und 6 gemacht hatte.
In der Zone III befinden sich 2 riesengroße Bunker der Fernsprech- und Fernschreibzentrale. Aus dem Inneren der beiden Schutzbunker kann man mittels einer Treppe auf das Dach gelangen. Die beiden Bunker verbindet ein unterirdischer Kommunikationskanal. Zwischen ihnen steht ein bis heute erhaltenes Gebäude der Post. An der anderen Seite der Straße ist eine gigantische Untermauer (75 m mal 37 m) zu sehen, auf der der größte Bunker in Mauerwald errichtet werden sollte.

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